Typische Fehler beim Gründen

Fehler beim Gruenden | Foto: Thomas Reimer/ fotolia.com

Dass noch kein Meister vom Himmel gefallen ist, ist wohl jedem bewusst. Dies trifft auch auf das Gründen eines Unternehmens zu. Zuvor gibt es immer wieder die Geschichten der Startup-Genies, die schon im zarten Alter von 16 eine grandiose Idee hatten, diese mit eigenem Elan umsetzten und ein paar Jahre später ihre eigene Firma führen, mit der sie jährlich einen millionenschweren Umsatz einfahren, doch sie sind bei weitem nicht die Regel.

Erst in den letzten Jahren ist in der Szene der Trend aufgekommen, auch über Misserfolge zu sprechen. Nicht zuletzt belegen Studien, dass neun von zehn Neugründungen das erste Jahr nicht überstehen und frühzeitig bankrott gehen. Doch dies soll nicht dazu animieren, seine guten Ideen zu verstecken und nie auf den Markt zu bringen. Gerade deshalb gibt es die "Zeitig auch vor typischen Fehlern warnen, die schnell zu einem Misserfolg führen können. Schließlich gelingt es nur den Wenigsten, sich aus dem Stand und ohne Rückschläge eine florierende Existenz aufzubauen.

Einer der größten Fehler beim Gründen ist es zum Beispiel, nur sein engstes Umfeld um Feedback zu bitten. Dass die Eltern, die Freunde oder die Partner von der Idee überzeugt sind, ist meist logisch. Vielmehr geht es allerdings darum, Unparteiische um ihre Meinung zu bitten und sie womöglich als Testnutzer zu gewinnen. Sie werden in ihrer Kritik wesentlich ehrlicher sein. Dies mag im ersten Moment zwar wehtun, aber hilft letztlich bei der Weiterentwicklung der eigenen Idee wesentlich mehr.

Selbstverständlich gilt es auch, die Konkurrenz zu beobachten. Viele Gründer verschwenden hierauf allerdings so viel Engergie, dass sie mehr und mehr zu einer fast exakten Kopie der Konkurrenz werden. Es gilt, sich auf sein eigenes Produkt zu konzentrieren – und die eigenen Geschäftszahlen. Denn die sollte jeder Existenzgründer ganz genau kennen. Nur so lassen sich frühzeitig Fehlentwicklungen erkennen und diesen entgegensteuern. Auch wenn es darum geht, Kapital – zum Beispiel bei der Bank oder bei Investoren – aufzunehmen, ist es selbstverständlich, die genauen Kennzahlen des Unternehmens zu kennen.

Selbst wenn man zu Beginn gefühlt eine 100-Stunden-Woche hat, sollte man nicht zu früh Mitarbeiter einstellen. Gerade in der Anfangsphase reißen Personalkosten tiefe Löcher in die Kasse. Dies bedeutet allerdings nicht, dass man allzu sparsam haushalten sollte: Denn darunter könnte die Qualität und die positive Weiterentwicklung des Produktes leiden.

Am allerwichtigsten ist es allerdings, mit seinem Produkt oder seiner Dienstleistung erst an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn die wirkliche Marktreife erlangt ist. Ist das Minimum Viable Product – also die Grundversion – bereit, kann es losgehen. Nun sollte man auch nicht vergessen, ein entsprechendes Budget für Marketing und PR zur Verfügung zu stellen, damit der Launch ein Erfolg wird und eine möglichst große Aufmerksamkeit für das Produkt erreicht wird.

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